Montag
Ein Wunsch passt nicht zur Werkseinstellung
Herr Seidel möchte Wege, die er sich zutraut, selbst zurücklegen. Miriam lässt sich seinen Tagesablauf erklären. Gemeinsam mit ihm und der zuständigen Pflegefachkraft grenzt sie den Einsatz auf wenige gewünschte Hol- und Bringaufgaben ein. Selbstständigkeit ist Teil des Ziels; eine möglichst hohe Zahl automatisierter Aufgaben wäre dafür der falsche Maßstab.
Empathie & PerspektivübernahmeBedarfsanalyseZwei Menschen, zwei berechtigte Anliegen
Seine Tochter wünscht sich ein jederzeit einsehbares Aktivitätsprotokoll. Ihr Vater empfindet das als Kontrolle. Miriam moderiert das Gespräch, ohne die Familienentscheidung vorwegzunehmen. Welche Information hilft wem? Wer soll sie sehen? Gemeinsam mit der zuständigen Datenschutzfachperson werden die Möglichkeiten geklärt; bis dahin bleibt die zusätzliche Freigabe ausgeschaltet.
DialogkompetenzDigitale VerantwortungEin kleiner Versuch bekommt klare Grenzen
Für eine Woche wird ein begrenzter Test vereinbart: ausgewählte Gegenstände, feste Abstellplätze und Nutzung nur auf Wunsch. Das Team hält fest, wer bei einer Störung zuständig ist und wie Aufgaben ohne das Gerät erledigt werden. Miriam notiert neben technischen Fehlern auch Frustration und zusätzlichen Betreuungsaufwand.
ExperimentierenProzessverständnis