KONTAKT

Beispiel 1:
Aus dem Alltag im Familienleben

Ausgangssituation: Karen ist 42 Jahre alt, arbeitet in einer wissensintensiven Tätigkeit und lebt mit ihrer Familie in einer Phase hoher Belastung. Beruflich ist sie fachlich anerkannt, fühlt sich aber zunehmend erschöpft. Gleichzeitig hat sie das Gefühl, dass ihr Leben stark von äußeren Anforderungen getrieben ist: Termine, Erwartungen, Verpflichtungen. Sie fragt sich, wie sie langfristig leistungsfähig bleiben kann, ohne ihre Gesundheit, Beziehungen oder innere Zufriedenheit weiter zu vernachlässigen. Karen hat kein akutes Problem, das „gelöst“ werden müsste. Aber sie spürt, dass es so auf Dauer nicht stimmig ist.

Schritt 1: Ein vorläufiges Zielbild ermitteln

Karen formuliert für sich ein Zielbild – bewusst nicht als konkretes Ziel, sondern als Richtung: „Ich möchte mein Leben so gestalten, dass ich mich langfristig wirksam, gesund und innerlich ruhig fühle – beruflich engagiert, aber nicht permanent erschöpft.“

Sie weiß: Dieses Zielbild ist vorläufig. Es beschreibt keine Endstation, sondern eine Orientierung.

Schritt 2:  Realitätscheck – was ist aktuell möglich?

Bevor sie weitergeht, prüft Karen ihre Rahmenbedingungen:
- Sie hat wenig freie Zeit.
- Ihre Energie ist begrenzt.
- Familiäre Verpflichtungen lassen sich nicht einfach reduzieren.

Gleichzeitig erkennt sie: Kleine Veränderungen wären möglich – größere Umbrüche derzeit nicht. Das Zielbild bleibt bestehen, wird aber an die Lebensphase angepasst.

Schritt 3:  Orientierungsgrößen ableiten

Karen fragt sich: Woran würde ich merken, dass ich mich in diese Richtung bewege? Sie entscheidet sich für drei qualitative Orientierungsgrößen:
- Ich treffe Entscheidungen mit weniger innerem Druck.
- Ich habe im Alltag häufiger kurze Momente von Ruhe und Klarheit.
- Ich reagiere gelassener auf Unvorhergesehenes.

Diese Punkte sind nicht messbar im klassischen Sinn – aber wahrnehmbar.

Schritt 4:  Spiegelung mit der Future-Skills-Übersicht

Nun schaut Karen auf das Framework der Future Skills. Sie fragt sich: Welche Fähigkeiten würden mir helfen, diese Orientierungsgrößen zu stärken? Sie identifiziert drei relevante Skills:
- Selbststeuerungsfähigkeit
- Lern- und Entwicklungskompetenz
- Umgang mit Unsicherheit
Beim Blick auf ihr aktuelles Skill-Level wird ihr klar: 
- Fachlich ist sie sehr stark.
- In Stresssituationen verliert sie jedoch schnell den inneren Abstand.
- Reflexion findet eher im Nachhinein als im Alltag statt.

Schritt 5:  Bewusste Priorisierung

Karen entscheidet sich bewusst gegen ein umfassendes Entwicklungsprogramm. Stattdessen wählt sie:
- einen Skill: Selbststeuerungsfähigkeit
- einen Unterskill: bewusster Umgang mit innerem Druck
Alles andere darf warten.

Schritt 6:  Entwicklungs-Experimente (über einen Zeitraum von 6 Wochen)

Karen sammelt Ideen und wählt zwei kleine Experimente:
- Einmal täglich kurz innehalten und prüfen: Was treibt mich gerade – und was wäre eine angemessene Reaktion?
- In angespannten Situationen bewusst eine Verzögerung einbauen, bevor sie reagiert (z.B. drei Atemzüge).

Sie entscheidet sich für einen Zeitraum von sechs Wochen – nicht als Verpflichtung, sondern als Experiment.

Schritt 7: Lernreflexion statt Bewertung

Karen sammelt Ideen und wählt zwei kleine Experimente:
- Einmal täglich kurz innehalten und prüfen: Was treibt mich gerade – und was wäre eine angemessene Reaktion?
- In angespannten Situationen bewusst eine Verzögerung einbauen, bevor sie reagiert (z.B. drei Atemzüge).

Sie entscheidet sich für einen Zeitraum von sechs Wochen – nicht als Verpflichtung, sondern als Experiment.

Was dieses Beispiel zeigt: 

Es wurde:
- kein großes Ziel erreicht,
- kein Problem „gelöst“,
- kein Lebensplan erstellt.

Und doch ist etwas Entscheidendes passiert: Karen hat ihre Entwicklung bewusst gesteuert, ohne sich zu überfordern. Sie hat Klarheit gewonnen, Handlungsspielräume erkannt und ihre Selbstwirksamkeit gestärkt. Genau darin liegt die Stärke des Modells: Es hilft nicht dabei, das Leben zu kontrollieren – sondern dabei, unter realen Bedingungen stimmige Entwicklungsentscheidungen zu treffen. Nicht schneller, nicht perfekter – sondern bewusster.

Erkennst Du Dich wieder?

In Momenten des Innehaltens – befinden sich viele Menschen in einem mentalen Aufbruchsmodus: Sie reflektieren, setzen sich neue Ziele und sind besonders offen für Veränderung. Dieses „Silvester-Phänomen“ kannst du gezielt nutzen, indem du genau diesen Impuls folgst: den Wunsch nach Selbstbestimmung und persönlicher Weiterentwicklung. 

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