Einblicke in ein Buchprojekt · Vier Gesprächsporträts

Der Montag ohne Auftrag

Was trägt, wenn Position, Status oder Aufträge wegbrechen?

Ein beruflicher Einschnitt verändert mehr als den Kalender. Er kann Einkommen, Zugehörigkeit und das Bild von sich selbst berühren. Vier Menschen erzählen davon, wie sich Unsicherheit anfühlt – vor einer Entscheidung, während des Stellenabbaus, nach dem Ausscheiden und in der Selbstständigkeit.

Unterschiedliche Ausgangslagen. Offene Wege.

Vier Perspektiven auf einen Umbruch.

Nicht alle haben ihre Stelle verloren. Zwei stehen noch im Berufsleben, einer sucht nach dem Ausstieg eine neue Aufgabe, eine Coachin erlebt sinkende Nachfrage. Gerade diese Unterschiede zeigen, wie früh Unsicherheit beginnt und wie verschieden sie sich auswirken kann.

Die Namen sind frei gewählte Pseudonyme. Die Texte wurden aus Gesprächsnotizen rekonstruiert, für das Web gekürzt und redaktionell bearbeitet. Sie sind keine wörtlichen Transkripte. Identifizierende Angaben wurden weggelassen oder verallgemeinert.

01 · Vor dem möglichen Ausstieg

FlorianPseudonym

Das Angebot liegt auf dem Tisch. Die Zukunft nicht.

Eine Führungskraft steht vor der Entscheidung über einen angebotenen Ausstieg. Finanzielles Polster, laufende Verpflichtungen und der Verlust von Einfluss lassen sich nicht auf eine einzige Zahl reduzieren.

Abfindung · Kontrolle · Selbstwert
8 ausgewählte Fragen · ca. 4 Minuten

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02 · Noch in der Führungsrolle

CharlottePseudonym

Noch gebraucht. Und trotzdem nicht mehr sicher.

Nach einem anspruchsvollen beruflichen Weg hat sie eine Führungsrolle erreicht. Jetzt baut das Unternehmen Stellen ab. Sie ist weiter beschäftigt, doch die Unsicherheit verändert ihren Alltag und die Zusammenarbeit.

Jobunsicherheit · Ehrgeiz · Zugehörigkeit
8 ausgewählte Fragen · ca. 5 Minuten

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03 · Nach dem Ausscheiden

MatthiasPseudonym

Die Suche läuft. Das Leben wartet nicht.

Nach einem vereinbarten Ausstieg bleibt die erhoffte neue Stelle aus. Aus der anfänglichen Aufbruchsstimmung werden eine belastende Suche, Rückzug und die Frage, welche Unterstützung jetzt trägt.

Jobsuche · Alltagsstruktur · Belastung
8 ausgewählte Fragen · ca. 5 Minuten

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04 · Wenn Aufträge wegbrechen

JosephinePseudonym

Gefragt im Gespräch. Seltener gebucht.

Eine erfahrene Coachin begleitet Menschen in Verantwortung. Nun bleiben eigene Aufträge aus. Persönliches Vertrauen, fachliches Können und ein tatsächlich finanziertes Mandat erweisen sich als verschiedene Dinge.

Nachfrage · Selbstständigkeit · Relevanz
8 ausgewählte Fragen · ca. 5 Minuten

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Buchprojekt von Prof. Dr. Alex Michel · in Arbeit

Der Montag ohne Auftrag

Eudaimonia für Ex-Führungskräfte

Wie wir nach dem Verlust von Position und Status ein gutes Leben gestalten.

Mehr als die Frage nach dem nächsten Job.

Mit Eudaimonia ist hier ein gelingendes, als sinnvoll erlebtes Leben gemeint. Das Buch fragt, wie Menschen nach einem beruflichen Einschnitt Orientierung, Beziehungen, Selbstwirksamkeit und einen tragfähigen Alltag gestalten können.

Die Suche nach neuer Arbeit und finanzieller Sicherheit bleibt wichtig. Zugleich braucht das Leben bereits während der Suche Halt. Die Porträts zeigen Zwischenstände – mit Widersprüchen und ohne nachträglich hinzugefügtes Happy End.

Was ein Leben zusätzlich tragen kann →

Einblicke, die sorgfältige Einordnung brauchen.

Gesprächsnotizen statt wörtlicher Mitschnitte

Grundlage sind vier für die Buchentwicklung ausgearbeitete Gesprächsfassungen. Die Antworten wurden aus Notizen rekonstruiert. Für diese Veröffentlichung wurden jeweils acht Fragen ausgewählt und einzelne Fragen an die tatsächliche Ausgangslage angepasst. Die Ich-Form gibt die rekonstruierte Perspektive wieder; sie behauptet keinen exakten Wortlaut.

Alle Namen sind Pseudonyme. Exakte Alters-, Einkommens-, Abfindungs- und Suchprozessangaben sowie auffällige biografische Einzelheiten wurden weggelassen oder verallgemeinert. Es wurden keine neuen biografischen Ereignisse oder erfolgreichen Abschlüsse ergänzt.

Was sich daraus lernen lässt – und was nicht

Die Texte machen persönliche Wahrnehmungen, Spannungen und mögliche Entwicklungsfragen sichtbar. Vier gezielt ausgewählte Perspektiven sind keine repräsentative Stichprobe. Sie erlauben keine Aussage darüber, wie häufig bestimmte Erfahrungen vorkommen, wie viele Führungsstellen verschwinden oder wie sich Gehälter insgesamt entwickeln.

Die Einordnungen des FSI sind jeweils als redaktionelle Überlegungen gekennzeichnet. Die Porträts belegen weder eine Diagnose noch die Wirksamkeit eines Entwicklungsprogramms.

Arbeitsmarkt und persönliches Erleben

Die öffentliche Berichterstattung beschäftigt sich mit Arbeitsplatzverlust und erschwerter Stellensuche auch bei Führungskräften. Ein Beispiel ist die Handelsblatt-Auswertung vom 14. Januar 2026 auf Grundlage von Daten der Bundesagentur für Arbeit. Arbeitslosigkeit, der Abbau von Positionen und einzelne Übergangserfahrungen sind jedoch unterschiedliche Größen.

Zur Berichterstattung im Handelsblatt ↗

Für eine quantitative Prognose wären eine klare Definition von Führungskräften, eine nachvollziehbare Ausgangsbasis sowie getrennte Annahmen zu Stellenabbau, Verrentung und neuen Rollen erforderlich. Die Gesprächsporträts ersetzen diese Analyse nicht.

Redaktioneller Stand: 1. November 2026 · Future Skills Institut